
Übergangsjacke: Welche Jacke bei welchen Temperaturen?
Morgens acht Grad, mittags siebzehn, abends Wind. Der deutsche Herbst ist kein Wetter, sondern eine Abfolge von Wettern – und die Jacke, die um sieben Uhr richtig war, ist um vierzehn Uhr falsch.
Die kurze Antwort: über 15 Grad eine ungefütterte Jacke, zwischen 15 und 10 Grad ein Trenchcoat oder Kurzmantel, unter 10 Grad Kunstfell oder Teddy. Entscheidend ist nicht die Jacke allein, sondern was darunter passt.
Inhalt
- Welche Jacke bei welcher Temperatur
- Warum das Zwiebelprinzip meistens falsch angewendet wird
- Regen: kurz schlägt lang
- Häufige Fragen
Welche Jacke bei welcher Temperatur
| Temperatur | Jacke | Darunter |
|---|---|---|
| 18 bis 15 Grad | Taillierte Jacke, Kurzjacke, leichtes Cape | Bluse oder dünner Strick |
| 15 bis 12 Grad | Trenchcoat | Feiner Strick, Longsleeve |
| 12 bis 8 Grad | Kurzmantel oder Langmantel | Rollkragen oder Strickcape |
| 8 bis 5 Grad | Teddyjacke, Kunstfellmantel | Schmaler Strick, Schal |
| Unter 5 Grad | Kunstfell oder gefütterter Langmantel | Zwei schmale Schichten statt einer dicken |
Warum das Zwiebelprinzip meistens falsch angewendet wird
Fast jeder kennt den Rat, sich in Schichten zu kleiden. Der Fehler liegt in der Umsetzung: Die meisten kombinieren eine dicke Schicht mit einer dünnen Jacke, statt zwei dünne Schichten unter eine mitteldicke zu ziehen.
Zwei schmale Lagen halten mehr Wärme als eine dicke, weil die Luft dazwischen isoliert. Sie tragen dabei weniger auf, was optisch den ganzen Unterschied macht.
Praktisch heißt das: Longsleeve plus feiner Strick unter dem Trenchcoat schlägt Grobstrick unter demselben Mantel – bei gleicher Temperatur und besserer Silhouette.
Achten Sie nur darauf, dass die Ärmelriegel des Mantels weit genug eingestellt sind, sonst spannt es am Handgelenk.
Regen: kurz schlägt lang
Bei Regen ist die kurze Jacke der langen überlegen, auch wenn es unlogisch klingt. Ein langer Mantel saugt sich am Saum voll, wird schwer und trocknet stundenlang.
Eine kurze Jacke mit Tunnelzug oder ein kurzer Trench bleiben oberhalb der Spritzzone. Dazu Stiefeletten statt Ballerinas, und der Tag ist gerettet.
Häufige Fragen
Ab wann trägt man eine Übergangsjacke?
Ungefähr ab 18 Grad abwärts. Darunter wird es eine Frage der Schichten, nicht der Jacke.
Reicht ein Trenchcoat im November?
In milden Jahren ja, mit zwei schmalen Schichten darunter. Bei Dauerfrost fehlt ihm das Fütter.
Welche Jacke bei 10 Grad?
Kurzmantel oder Langmantel mit Rollkragen darunter. Der Trench funktioniert noch, wenn kein Wind geht.
Jacken für den Übergang
Von der taillierten Jacke bis zum Kunstfellmantel: Jacken & Mäntel für Damen.


